Ostland

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Im Süden und Westen von den Middenbergen begrenzt, wird das Gebiet des Großfürstentums Ostland vom dunklen und bedrohlichen Schattenwald beherrscht. Die gewaltigen und uralten Bäume dieses riesigen Waldlandes hüllen das Land in eine immerwährende grüne Dä]mmerung ein, nur durchbrochen von vereinzelten Lichtungen oder Siedlungen die aus dem dichten Unterholz geschlagen wurden. Ostland ist ein Land von Dunst, kriechendem Nebel und wandelnden Schatten, die die Überreste jahrtausenderalter Zivilisationen und Konflikten hinter einem undurchdringlichen Schleier von Blättern verbergen.

Die Bewohner von Ostland sind loyale Bürger und treue Anhänger Sigmars. Seit Generationen sind sie durch das Leben in diesem wilden Land geprägt und im Imperium sind sie überall für ihre unerschütterliche und störrische Natur bekannt. Über die Jahrhunderte hinweg wurde die berühmte Ostländer Hartnäckigkeit auf den Prüfstand gestellt und hat sich Angesichts der Invasion von Chaoshorden stets bewährt. Der Schattenwald beherbergt die Überreste tausender Schlachten und das Land wurde dutzende Male von den Eindringlingen geplündert. Jedoch nutzten die Bürger von Ostland jede Gelegenheit um mit bemerkenswertem Durchhaltevermögen für die Verteidigung ihres Landes zu kämpfen.

Aber selbst wenn solche Angriffe zurückgeschlagen wurden, blieb die Gefahr bestehen. Jede Invasion bringt die verderbende Ausstrahlung des Chaos mit sich und einige Überbleibsel davon bleiben unweigerlich zurück, verloren im dichten Unterholz. Die Dunkelheit des Waldes beherbergt zahllose Lakaien der Mächte der Verderbnis und selbst ein erfahrener Kundschafter bewegt sich nur mit äußerster Vorsicht durch die Tiefen des Waldes, aus Angst über einen verborgenen Stamm von Tiermenschen zu stolpern oder Dienern der dunklen Götter über den Weg zu laufen.

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Ostland scheint reif für die Ernte zu sein, könnte sich aber als bittere Frucht erweisen. Mit seiner spärlichen Verteidigung wirkt das Land äußerst verwundbar, aber die grimmigen Ostländer sind darauf vorbereitet, ihr Land bis zur letzten lebenden Seele vor einem Einfall zu bewahren. Mit einem Verbund aus Plänklern und Plünderern stellt sich die Kriegsschar des Chaos der entmutigenden Aufgabe ein Land zu erobern, das ein genauso großes Hindernis wie seine standfesten Verteidiger darstellt. Dennoch müssen sie es erobern, befindet sich doch tief in Ostland eines von vier verschollenen Relikten der Macht, die der Schlüssel für den Erfolg von Tchar'zaneks Plänen sind.

Um seine Ziele in Ostland zu erreichen greift der Champion des Rabengottes auf Taktiken zurück, die ihm am besten vertraut sind: Die Starken verderben, die Schwachen zerstören und die Schlachtfelder mit Schrecken überziehen bis jeglicher Widerstand gebrochen ist. In den Tälern und Wäldern fällt der Feind ein und plündert das Land. Wahllos und ohne Warnung schlagen sie zu und brandschatzen Bauernhöfe und Dörfer, nur so viele am Leben lassend um Panik zu verbreiten. In den Ortschaften und Städten verdrehen geschickte Anhänger Tzeentchs die Köpfe der Menschen, gründen Kulte und werben versteckt Anhänger für ihre unheilige Sache an.

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Während sich Chaos und Anarchie in der Provinz verbreiten, schickt Tchar’zanek seine besten Krieger, die Rabenschar, aus, um eine geheime Mission hinter den feindlichen Linien durchzuführen. Ist sie erfolgreich, wird dies dem dunklen Kriegsherrn seinem Endziel, der endgültigen Zerstörung des Imperiums, ein großes Stück näher bringen.

Die Menschen Ostlands leisten Widerstand, so wie sie es immer getan haben. Sie kämpfen mit unnachgiebiger Hartnäckigkeit, spüren diejenigen auf, die sich dem Pfad der Zerstörung angeschlossen haben und entgegnen dem schieren Schrecken des blutigen Schlachtfeldes mit ungewöhnlicher Tapferkeit. Dabei scheinen sie auf verlorenem Posten zu stehen. Das Imperium kann es sich nicht leisten ihnen Unterstützung zu schicken und ihre Zahl schwindet von Tag zu Tag. Aber in jeder Taverne, an jedem Heiligtum ertönt die Durchhalteparole, die den Menschen immer wieder neuen Glauben schenkt, sodass kein verdorbener Gedanke ihren Mut erschüttern kann.

Jeden Tag treffen in Bohsenfels und Wolfenburg neue Flüchtlinge ein und sie berichten von Eindringlingen aus allen Himmelsrichtungen. Örtliche Anführer sind damit beschäftigt, neue Truppen für die Verteidigung abseitsgelegener Regionen zu mobilisieren. Hexenjäger und die Bürgerwehr foltern und verbrennen sogenannte Ketzer bei dem leisesten Verdacht auf Zusammenarbeit mit den Mächten der Verderbnis, während Menschen des Glaubens die zusammengedrängten Massen zur Buße ermahnen. Die Zukunft von Ostland ist trostlos, es geht um alles, aber die Menschen finden Trost in ihrem Glauben und Mut in ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Eifer.

Die Bewohner haben in der Vergangenheit vielen Angriffen standgehalten und dies gibt ihnen jetzt einen Funken Hoffnung, aber wie bei jeder Invasion ist die drohende Vernichtung zu allgegenwärtig. Die Klauen Tzeentchs haben die Herzen der Ostländer getroffen und die Speere seiner Krieger haben das Blut der besten und tapfersten Kämpfer des Landes vergossen. Ohne das Eingreifen anderer Kräfte aus dem Imperium, scheint es, als würde Ostland einen langsamen Tod sterben und im Namen des Rabengottes und seines grausamen Champions auf dem Altar des Schlachtfeldes geopfert werden.


Quelle: http://www.warhammeronline.com

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