Praag

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Praag - auch als die Verfluchte Stadt bekannt, ist eine der größten und am schwersten befestigten Städte von Kislev.

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Geschichte Praags

Die Geschichte von Praag ist von Konflikten und Kämpfen geprägt, was vor allem an der Nähe zu den Ländern des Chaos und den dadurch bedingten, immer wiederkehrenden Horden von Chaosdienern liegt, die über den Fluss Lynsk Richtung Süden strömen. Diese Horden und die oft damit verbundenen Belagerungen sind besonders gefährlich, wenn sie von einem Champion der Mächte der Verderbnis angeführt werden. Man könnte Praag somit als letztes Bollwerk im Norden des Imperiums bezeichnen - die erste Linie in der Verteidigung der Menschheit vor den Fängen des Chaos.

Eine dieser Belagerungen, als sich Engra Todesklinge seinen Namen als "Zerstörer von Praag" machte, verdarb er die Stadt so sehr mit unreinen Energien des Chaos, dass die Gebäude und Mauern zu mutieren begannen. Aus den Bauwerken sprießende Gliedmaßen, Augen und Münder, die klagten und schrien, waren die Folge. Als die Kisleviten erkannten, dass ihre Stadt unwiederbringlich verloren war, brannten sie die Stadt vollständig nieder und erbauten eine neue Stadt an gleicher Stelle. So lässt sich auch leicht erklären, warum die Stadt den wenig beneidenswerten Beinamen „die verfluchte Stadt“ erhalten hat und noch immer den leichten Makel des Chaos spüren lässt.

Im Zeitalter der Abrechnung werden die Einwohner Praags kaum eine Ruhepause vor solchen Angriffen finden können, steht doch der Krieg wieder einmal vor den Toren. Während das Kriegsheer des Chaos über die Länder des Imperiums hereinbricht, wurde eine handverlesene Truppe von Rabenschaar-Kriegern auf eine Mission nach Norden gesandt, die entscheidend für den Plan ihres Meisters zur Zerstörung des Imperiums ist. Nun kehren sie gen Süden zurück, im Gepäck eine uralte und schreckliche Macht, die lange in den eisigen Wüsten des tiefen Nordens gefangen war.

Seelenschlinger, so der Name der Kreatur, ist ein mächtiger Dämon, der schon gegen die Ahnen der Elfen kämpfte, als die bösen Fluten des Chaos das erste Mal über die Welt hereinbrachen. Mit der Macht, einen sterblichen Wirt in Besitz zu nehmen, richtete die Kreatur verheerenden Schaden in den Elfenarmeen an, indem sie die Kontrolle über ihre mächtigsten Zauberer und fähigsten Kommandanten übernahm.

Die Einwohner Praags scheinen den meisten Außenstehenden verschlagen und nervös, paranoid und potenziell im Bund mit den Dunklen Mächten des Nordens. Praag dient den verstreuten Reiterstämmen in Kriegszeiten außerdem als Treffpunkt, und ein beträchtlicher Teil der Einwohner hat Ungolblut in den Adern. Dies hat dazu geführt, dass Praag dreimal gegen die Macht der Tzaren aufbegehrt hat.

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Aktuelle Ereignisse

Die Krieger der Rabenschar haben diesen alten Dämon befreit und bringen ihn nach Süden, um ihn seinem neuen Meister zu übergeben – Tchar’zanek. Die Jahrtausende seiner Gefangenschaft schwächten Seelenschlinger und seine Kraft muss wiederhergestellt werden, wenn er seine Bestimmung erfüllen soll. Wie alle Dämonen erhält Seelenschlinger seine Kraft, indem er Qualen und Leid über sterbliche Wesen hereinbrechen lässt. Zu diesem Zweck haben die Krieger der Rabenschar eine Belagerung Praags gestartet. Mit jedem Kisleviten, der bei der Verteidigung der Stadt fällt, wächst die Macht des Dämonen. Die Bewohner kämpfen verbissen, aber die Situation ist trostlos, denn selbst wenn sie hunderte der einfallenden Nordmänner abschlachten nimmt die Kraft Seelenschlingers zu.

Indes setzten in Altdorf die Kommandanten des Greifenordens die Puzzleteile aus Hinweisen zusammen, die sie in Ostland, dem Land der Trolle, und in Talabecland gefunden haben. Und schlussendlich enthüllten sie die erschreckende Tragweite von Tchar'zaneks Plan. Als die Nachricht von der Belagerung Praags und dem Auftauchen von Seelenschlinger nach Altdorf gelangte, wusste der Imperator, dass womöglich die entscheidende Schlacht des Krieges bevorstand. Der Dämon, immer noch schwach und an seinen sterblichen Wirt gebunden, ist verwundbar. Wenn der Orden die Rabenschar in Praag abfangen kann, haben sie vielleicht eine Chance, diese abscheuliche Kreatur zu vernichten und so Tchar’zaneks heimtückischen Plan zu durchkreuzen.

Mit dem Wissen, dass diese Gelegenheit nur für kurze Zeit besteht, gibt der Imperator dem Orden den Befehl zu einem Gewaltmarsch nach Praag. Schnelles Handeln bestimmt nun die Hoffnung auf Sieg, denn sollte der Dämon seine alte Macht wiedergewinnen, dann könnte das Imperium dem Untergang geweiht sein.

Als die ermüdeten Soldaten des Ordens schließlich Praag erreichen, müssen sie erkennen, dass die Rabenschar bereits die äußere Mauer durchbrochen hat und nun randalierend durch die Straßen zieht. Mithilfe der Dampfpanzer, die mächtigsten Kriegsmaschinen des imperialen Waffenarsenals, nimmt der Orden den Kampf gegen den Feind auf. Wie ein Hammerschlag stürmen die Soldaten des Greifenordens auf die verstreute Masse von plündernden Nordmännern zu. Dieser Angriff zwingt die Krieger des Chaos zum Rückzug und zur Neugruppierung und beide Seiten stellen sich auf einen langwierigen Konflikt ein.

Die Schlacht um Praag tobt in jeder Ecke der Stadt. Im Süden prallt der Orden inmitten der Grabsteine des Russenscheller-Friedhofs auf rasende Nordmänner. Im Norden hat das Kriegsheer eine Batterie Todbringer in Stellung gebracht, die die Verteidigungspositionen des Imperiums Tag und Nacht unter Beschuss halten. Im Herzen der Stadt liegt der Gospodar-Platz, an dem die Durchgangsstraßen von Praag zusammenlaufen. Hier tobt die Schlacht am heftigsten, denn wer Kontrolle über den Platz hat, hat leichten Zugang zu anderen Stadtvierteln und kann die Straßen für Nachschub- und Truppentransporte nutzen.


Auf seinem Feldzug, das Imperium zu erobern, hat es Tchar’zanek meisterlich geschafft, Ereignisse zu beeinflussen und seine wahren Absichten zu verbergen. Erst jetzt, wo die Pläne des Kriegsherren so kurz vor der Vollendung stehen, hat der Imperator die wahre Natur des Komplottes erkannt. Die Soldaten und Zauberer des Greifenordens kämpfen nicht nur für den Sieg in der Schlacht um Praag, sondern auch um die Sicherheit des Imperiums, könnte dies doch die letzte Möglichkeit sein, die dunklen Machenschaften des Champions des Rabengottes zu durchkreuzen, bevor es zu spät ist.

Währenddessen, hoch über der Schlacht, lauert der Dämon mit hasserfüllten Augen und seine fürchterliche Macht wächst mit jedem verstreichenden Tag weiter an...

Quelle

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